Frag Dich aus der Arbeitslosigkeit

Jemanden etwas fragen, um Hilfe oder Rat bitten. Die Frage: „Kannst Du mir helfen?“

Wenn es eine soziale Interaktion gibt, die unangenehmer nicht sein könnte, muss es das um Hilfe bitten sein.

Die wenigsten Menschen fragen offen nach, wenn sie ein Anliegen haben.

Sie halten sich zurück, und riskieren stattdessen lieber etwas falsch zu machen.

Na, kommt Dir das bekannt vor?

Wenn Du diese Zeilen liest, gehörst Du mit höchster Wahrscheinlichkeit zu den Personen, denen diese Beschreibung genau ins Herz trifft.

Warum aber ist das so? Warum haben so viele Leute Probleme damit, einfach nach Hilfe zu fragen, wenn sie vor einer Schwierigkeit stehen?

Im heutigen Artikel schauen wir uns das genauer an. Was es auf emotionaler Ebene bedeutet, Fragen zu stellen, wie man langsam aber beständig sich dazu bewegen kann, immer mehr Fragen zu stellen, und abschließend gerade in welchen Situationen Du als Arbeitsloser unbedingt nach etwas fragen solltest.

Fragen ist scheiße (und warum es nicht ist)

Fragen ist scheiße

Hast Du nicht gerade eine Vorzeigeerziehung durch die Eltern genossen, oder eine eher schlechte Konditionierung durch die Lehrer in der Schule, wirst Du den Moment, an dem Du jemand um Hilfe bitten musst richtig hassen.

Wenn Du merkst, Du hast ein Problem, oder ein Anliegen bei dem Du Rat brauchst, wirst Du Angst bekommen und es lieber wie ein Eigenbrötler versuchen, ohne Hilfe zu lösen.

Kommst Du nicht auf die richtige Lösung, wirst Du dann entweder all Deinen Mut zusammen nehmen und Dich zum Fragen aufraffen, oder Du wirst riskieren es falsch zu machen.

Du Denkst es ist ein Zeichen der Schwäche

Denkst Du darüber nach, warum die Angst kommt, ist der erste analytische Gedanke, „Es ist ja ein Zeichen von Schwäche„.

Die Einbildung, dass man in den Augen der anderen Person schlechter als bevor der Frage da steht, ist immer präsent.

Du hast das Gefühl, dass Du es immer ohne Hilfe von außen schaffen solltest, denn nur dann kannst Du Dir und Deinem Gegenüber Deinen Wert beweisen.

Fragen macht Dich verletzlich

Eine Wahrheit, die all zu oft übersehen wird: Fragen macht Dich verletzlich.

Bittest Du jemanden um Hilfe, öffnest Du Dich Dieser Person voll und ganz.

Du legst Deine Hoffnungen, Deine Ängste und Wünsche in seine Hände.

Das damit verbundene Vertrauen ist kostbar.

Wer macht das schon gerne?

Das sind alles Dinge, mit denen Dir jemand jederzeit in den Rücken fallen kann.

Fragen lässt dich dumm aussehen

Wenn wir aufgrund der Eltern oder Schule in den Kindheitstagen darauf konditioniert wurden, nicht um Rat zu fragen, war eines der Argumente, das uns eingetrichtert wurde, es würde uns Dumm aussehen lassen.

Jeder von uns wurde als Kind von den Mitschülern ausgelacht, da er den Lehrer etwas gefragt hat, was für die anderen als Dumm erscheint.

Ereignisse wie diese, die sich über das ganze Leben hinziehen, brennen sich unterbewusst ein und verändern das Verhältnis der sozialen Interaktion.

Du hast Angst, dass Dich der Helfer als Idiot sieht, als jemand der es Alleine einfach nicht auf die Reihe bekommt.

Um Rat fragen ist Super

Menschen helfen gerne, ehrlich!

Das darfst Du mir glauben: Menschen helfen gerne.

Der eine oder andere, wirkt wenn man ihn anspricht immer wieder so, als sei er alles andere als erfreut darüber. Keine Angst, das ist nur eine Wirkung der introvertierten Persönlichkeit.

Diese Außenwirkung ist ein Nachteil der Schüchternheit, egal wie unfreundlich Dir Gegenüber jemand wirkt, er ist trotzdem immer bereit Dir zu helfen.

Je öfter Du jemand um etwas bittest, desto öfter wird genau das Dir auffallen.

Eine Absage bekommst Du nur im Notfall, wenn z.B. die Person zu beschäftigt ist oder wirklich nicht weiß, wie sie Dir helfen kann.

Sie wird Dich aber an jemand anderen weiterleiten, wenn Sie tatsächlich nicht helfen kann.

Du schmeichelst dem Befragten

Wenn Du jemanden um Hilfe bittest, ist ein großer Vorteil, dass es dem Befragten schmeichelt. Du gibst der Person das Gefühl, dass ihr Fachwissen oder ihre Kontakte einen massiven Wert haben.

Fragen zeigt Stärke

Jedes Mal, wenn Du jemand um etwas bittest, kostet es Dich einiges an Mut.

Das ist nicht nur für Dich so, sondern auch für mich und jeden anderen Menschen.

Dem sind sich auch Deine Mitmenschen bewusst.

Sie bewundern Deinen Mut, denn sie haben beim fragen genau die selben Ängste.

Auch Sie haben Angst vor dem, was die anderen denken, wenn sie jemand um Hilfe bitten.

Du baust eine Beziehung zu Der Person auf

Aufgrund Deines proaktiven Ansprechens löst Du Barrieren auf.

Ihr öffnet euch füreinander.

Der helfende nimmt sich Deinem Vertrauen an, und ihr lernt euch auf einer anderen Ebene kennen.

Die Person wird Dich positiv in Erinnerung behalten, da Du ihr mit Deiner Bitte um Hilfe sehr geschmeichelt hast.

Deswegen wird dieser Mensch auch gerne in der Zukunft mit dir reden und Dir wieder weiterhelfen.

Ist der Kontakt erstmal da, ist es ein Kontakt fürs Leben. Du weißt nie, wie die Person Dein weiteres Leben positiv beeinflusst.

Die Angst verschwindet nie

Egal ob Du intro- oder extrovertiert bist, um Hilfe zu fragen kostet Dich immer etwas Mut. Dem Extrovertierten weniger, aber auch für ihn ist Mut aufzuwenden unausweichlich.

Die Angst davor, jemanden zu fragen, verschwindet nie.

Das mulmige Gefühl wirst Du nie los.

Macht aber nichts, denn das liegt einfach in unserer Natur.

Dafür wird es im Laufe der Zeit aber immer einfacher, jemanden um etwas zu bitten.

Je öfter Du jemanden fragst, desto schneller schaffst Du es, beim nächsten Mal den erforderlichen Mut aufzubringen.

Dazu brauchst Du nur die Übung, indem Du jede Chance zum um Hilfe bitten nutzt.

So baust Du Deinen Mut dafür auf

Als jemand, der sich nicht traut um Hilfe zu bitten, musst Du natürlich lernen, wie man den Mut dafür aufbaut.

Wovor genau hast Du denn Angst?

Jeder Mensch ist anders.

Deine Angst davor, jemanden um Rat zu bitten kann ganz anders aussehen als die von zum Beispiel Deinem besten Freund.

Nimm Dir Zeit, und gehe in Dich.

Denke darüber nach, wovor Du genau Angst hast, wenn Du jemanden um Hilfe bitten musst.

  • Ist es die Sorge, dass er Dich als Dumm sieht?
  • Machst Du Dir Sorgen, eine Bürde zu sein?
  • Willst Du nicht forsch abgewiesen werden?
  • Möchtest Du nicht als schwach gesehen werden?

Du siehst, die genauen Ängste können wirklich vielfältig sein.

Identifiziere die Gründe hinter den genauen Ängsten

Warum hast Du all diese Ängste?

  • Wenn eine Deiner Ängste ist, dass Du eine Bürde bist: Hat sich jemand in der Vergangenheit von Dir belästigt gefühlt?
  • Wurdest Du, als Du Hilfe gebraucht hast, von Eltern, Freunden, der Schule oder von Fremden forsch abgewiesen?

Erinnere Dich zurück an Erlebnisse, die in der Vergangenheit genauso passiert sind, wie die hypothetischen Ereignisse, die Du Dir in Deinem Kopf ausmalst.

Schreibe die Erinnerungen nieder, und analysiere sie tiefgründig.

Kannst Du Deine Erinnerungen nicht mit den jetzigen Ängsten assoziieren, ist eine weitere Möglichkeit, dass sie aus sozialen Ebenen stammen.

Beispielsweise sagt Dir jemand als Kind, dass Du etwas ohne Hilfe von außen schaffen musst, eine Aussage die sich bis heute tief in dein Gehirn gebrannt hat.

Überlege Dir einen Aktionsplan, wie Du es beim nächsten Mal anders angehen wirst.

Gewohnheiten, mit denen Du mutiger wirst

Gewohnheiten, die Dich mutiger machen, sind wahrscheinlich die effektivste Möglichkeit, um den Satz „Kannst Du mir helfen?“ leichter über die Lippen gleiten zu lassen.

Gewohnheiten musst Du Schritt für Schritt implementieren, jede Änderung des Lebensstils und Deiner Selbst ist eine langwierige Prozedur.

Fakt ist, kurzfristig eine große Änderung zu vollziehen funktioniert nicht, das liegt einfach nicht in unserer Natur.

Änderungen aber in kleinen Schritten (Babysteps), die Dir angemessen sind zu vollziehen, ist der perfekte Weg zu gesünderen Gewohnheiten und den Persönlichkeitszügen die Du Dir wünscht.

Vergleiche Dich weniger mit anderen

Uns mit anderen zu vergleichen liegt in der menschlichen Natur.

Deswegen wiederhole ich nicht die Binsenweisheit, „Vergleiche Dich nicht mit anderen“, sondern vergleiche Dich weniger.

In meinen fast 27 jungen Jahren habe ich noch niemanden kennengelernt, der sich nicht zumindest gelegentlich mit anderen Menschen vergleicht.

Selbst der größte Egomane macht es.

Das ist auch völlig okay, aber übertreibe es nicht.

Wenn Du diese Zeilen liest, bist Du mit aller höchster Wahrscheinlichkeit jemand, der sich viel zu oft mit seinen Mitmenschen vergleicht.

Sei Dir bitte eines bewusst: Du bist Deine eigene Person, und Du bist großartig.

Während es Dir vielleicht mehr Überwindungskraft kostet, jemand um Rat zu fragen, fallen Dir dafür andere Situationen leichter, mit denen andere Menschen Probleme haben.

Denke positiver

Noch bis 2009 war ich sicherlich der größte Pessimist überhaupt.

Ich gebe es zwar nur ungern zu, aber hin und wieder falle ich auch heutzutage noch in dieses Schema.

Gerade erst vor zwei Wochen ist wieder etwas passiert, dass mich für eine Weile pessimistisch sein hat lassen.

Nach ein paar Stunden jedoch habe ich mich wieder zusammenreißen können und wieder positiv gedacht.

Deine Gedanken bestimmen Dich, aber Du bestimmst auch Deine Gedanken.

Deswegen ist es von höchster Wichtigkeit, dass Du positive Gedanken pflegst.

Die Wissenschaft der positiven Psychologie hat in zahlreichen Studien gezeigt, dass bewusstes positives Denken Dein Gehirn „neu verkabelt“.

Je mehr Du absichtlich positiv denkst, desto weniger wirst Du negativ über andere denken, noch wirst Du schlechtes erwarten.

Um sich im positiven Gedankengang zu üben gibt es zahlreiche Übungen.

  • Sich selbst Komplimente schenken
  • Meditieren
  • Dankbarkeitstagebuch
  • Bauch rein – Brust raus
  • Assoziiere Dich mit positiven Menschen
  • Sport machen
  • Und noch viel mehr

Lerne zu akzeptieren

Akzeptieren heißt nicht, etwas als gegeben und nicht veränderbar hinzunehmen.

Akzeptieren heißt, das was passiert ist zu verstehen.

Verstehen und daraus lernen, wie man es beim nächsten Mal besser machen kann.

Wenn etwas anders lief als Du es wolltest, belaste Dich nicht indem Du der ganzen Situation hinterher trauerst.

Lass das Schlechte gehen, und das was Du lernst behalte in Dir.

Werde Risikofreudiger

Bereit zu sein, mehr Risikos einzugehen, hilft Dir nicht nur wenn Du jemand um Rat fragen willst, sondern auch in so ziemlich allen anderen Bereichen des Lebens.

Ein Risiko einzugehen, kann aber je nach Situation fordernder sein als alles, was man bislang gewohnt ist. Deswegen ist es wichtig, sich Schritt für Schritt aus der Komfortzone heraus zu bewegen.

Ist Dein großes Ziel, jederzeit jemand um Hilfe bitten zu können, beginne erst damit eine Person täglich überhaupt anzusprechen.

Der Vorwand zum ansprechen ist egal, zum Anfang reicht es schon wenn Du jemanden einfach grüßt oder fragst wie es ihn geht.

Bist Du aufgrund der Arbeitslosigkeit ständig zuhause, gehe einen täglichen Spaziergang, und sprich Leute auf der Straße an.

Klingt verrückt, bringt Dich aber weit genug aus der Komfortzone, um Dich zu fordern, aber nicht zu überfordern.

Du lernst dazu

Du lernst bei jeder Gelegenheit, bei der Du jemand um Hilfe bittest.

  • Du lernst neues Wissen
  • Du lernst neue Lösungsansätze kennen
  • Du lernst neue Philosophien kennen

All diese Ereignisse bleiben Dir im Gedächtnis, wodurch sich Dein Leben nachhaltig verändert.

Mit deinem neu erlernten wiederrum kannst du jemand anderen helfen, der dich um Rat fragt.

Du wirst empathischer

Um Hilfe zu bitten ist eines der empathischten Erlebnisse überhaupt.

Zwei Parteien öffnen sich für einander, wodurch ein Austausch der Emotionen entsteht.

Jede solche Interaktion bringt Dich auf einer tieferen Ebene in Berührung mit den anderen.

Die Lektionen, die Du daraus ziehst, lassen Dich auch in zukünftigen Unterhaltungen einfühlsamer auf deine Gesprächspartner eingehen.

Hilf Du den anderen!

Helfen Dir all diese Tipps nicht, nimm Dir den folgenden Rat zu herzen:

Willst Du ohne ein mulmiges Gefühl um Hilfe bitten können, hilf überall wo es geht den anderen.

  • Braucht Deine Familie im Haushalt Unterstützung, fang mit dem Abwasch an.
  • Brauchen Deine Freunde ein Model für ein Gemälde, sei der erste der sich dafür auszieht.
  • Bist Du im AMS-Kurs, und jemand braucht Hilfe bei einer Bewerbung, lies seinen Text korrektur.

Warte nicht erst bis jemand um Hilfe fragt. Sei Proaktiv.

Je mehr Du den Mitmenschen hilfst, desto mehr wirst Du dafür bekannt.

Du wirst als uneigensinnig empfunden, weshalb man Dir für Deine positive Art und Weise sehr zugeneigt sein wird.

Brauchst Du dann tatsächlich mal Hilfe, wird sich jeder vor Deine Füße werfen um Dir bei Deinem Problem zuhelfen  können.

Die Leute werden irrsinnig verblüfft darüber sein, dass Du nicht öfter um Hilfe bittest.

Stell ruhig dumme Fragen

Jede Frage, jeder Grund warum Du Hilfe benötigst hat sein berechtigtes Dasein.

Es gibt keine dummen Fragen.

Bei jeder Frage lernst Du dazu

Egal wie „blöd“ das Anliegen Deiner Meinung nach sein mag, für jemand anderen kann es ein niveauvolles Problem sein. Die andere Person wird davon beeindruckt sein, dass Du sie dafür um Hilfe bittest.

Wann Du unbedingt Fragen solltest

Am besten: Immer.

Um Hilfe zu bitten ist eine der besten Möglichkeiten, um wieder an einen neuen Job zu gelangen. Die Wahrheit ist, Fähigkeiten bringen Dich in der Arbeitswelt nur zu einem gewissen Grad weiter.

Vitamin B(eziehung) ist viel wichtiger.

Vitamin B heißt nicht nur, jemand zu kennen der jemanden kennt der Dich in einem Unternehmen unterbringen kann.

Es heißt Fragen zu stellen. Viele Fragen.

Genauso viel von sich selbst Preis geben.

Eine Beziehung mit dem Gegenüber aufzubauen und ehrlich zu sein.

Beziehungen heißt nicht, mit jedem sofort beste Freunde zu sein, aber es bedeutet, sich auf eine gemeinsame Wellenlänge zu begeben.

Besonders in der Arbeitslosigkeit ist es in den folgenden Situationen besonders wichtig, Fragen zu stellen.

Arbeitsamt

Nicht jeder hat die selbe Arbeitsmoral wie ein WeWillWork Leser.

Das Arbeitsamt ist sich dessen auch mehr als bewusst, denn jeder Betreuer hat täglich mit dutzenden Arbeitssuchenden zu tun.

Traurige Sache, wirklich, das können wir aber nur ändern, wenn Du den Arbeitssuchenden Mitmenschen WeWillWork zeigst 😉

Neben den Bewerbungen, die Du täglich dem Arbeitsamt meldest, frage deinen Betreuer/in beim nächsten Termin nach Tips und Vorschlägen, was Du sonst machen kannst.

Frage nach Möglichkeiten, um die Bewerbungen irgendwie zu verbessern.

Frage darum, ob man Dir eine Weiterbildung anbieten kann.

Die Möglichkeiten, wie der Arbeitsamtsbetreuer Dir helfen kann sind groß, auch wenn er sie nicht immer ausschöpfen mag.

Sollte Dir Dein Betreuer tatsächlich kaum einen Rat geben können, oder Dich nicht in eine für Dich nützliche Fortbildung stecken, ist das auch kein Problem.

Allein durch die Frage selbst signalisierst Du beim Arbeitsamt dein Engagement.

Du zeigst Deinen Arbeitswillen.

Du hinterlässt einen bleibenden Eindruck, der sich beim lokalen Arbeitsamt herumspricht.

Initiativbewerbungen

Initiativbewerbungen sind dank der globalen Rezession ein Mittel, welches enorm an Beliebtheit verloren hat.

Initiativbewerbungen sind Bewerbungen, in denen Du Dich um einen Job bewirbst, obwohl keiner ausgeschrieben ist.

Diese sind an die Firmen Deiner Träume gerichtet: Firmen, bei denen Du unter allen Umständen zu arbeiten anfangen möchtest.

Als Menschen sind wir von der Leidenschaft gesteuert. Wir können in Initiativbewerbungen nur für die Firmen Energie reinstecken, die nötig ist um den zukünftigen Chef zu überzeugen, dass für Dich ein Platz im Unternehmen vorhanden ist.

Bei Firmen, für die man nicht brennt ist das einfach nicht möglich.

Natürlich kann man sich auch für Firmen, für die man nicht so viel Interesse hat echte Mühe geben.

Diese Mühe ist aber von einem unterbewussten Desinteresse begleitet, die der Recruiter oder der Chef des Unternehmens leider zwischen den Zeilen herauslesen kann.

Arbeitest Du an einer Initiativbewerbung für das Unternehmen Deiner Träume, ist es auch eine Art, um Hilfe zu fragen.

Die Hilfe um die Du bittest ist, Dir in der Firma eine Chance zum Job Deines Lebens zu geben.

Initiativbewerbungen gehören zu den kreativsten Möglichkeiten, um jemanden um Hilfe zu bitten.

Da Du wirklich für das Unternehmen brennst, sieht der Recruiter bzw. der Chef auch gleich, dass Du Gold wert bist.

Sollte die Firma zu dem Zeitpunkt Dich aufgrund diverser Gründe wirklich nicht einstellen können, wird man Dich aber so lange im Hinterkopf behalten, bis man wieder jemand einstellen kann.

Dann wirst Du der erste sein, den sie kontaktieren.

Vorstellungsgespräche

Hast Du es zum Vorstellungsgespräch geschafft, bist Du im Schlachtfeld des Fragen stellens angelangt.

Die Wahrheit ist, ob Du den Job kriegst, hängt ganz von den Fragen ab die Du stellst.

Stellst Du hier erst gar keine Fragen, hast Du bereits verloren.

Ausnahmefälle sind natürlich, wenn der Recruiter im Vorstellungsgespräch bereits all Deine potentiellen Fragen im vorhinein beantwortet, sodass am Ende des Gesprächs wirklich keine Frage mehr offen bleibt.

Ja, das ist sehr selten, aber es kommt vor.

In dem Fall kannst Du offen und ehrlich sagen, dass Dir alle Fragen bereits im Gesprächsverlauf beantwortet wurden.

Die Fragen die Du am Ende des Gesprächs, oder bereits während des Gesprächs stellst, sind dementsprechend besonders wichtig, da sie sehr vieles über Dich signalisieren:

  • Du bist neugierig
  • Du bist ein guter Zuhörer
  • Du gehst ins Detail
  • Du „liest“ zwischen den Zeilen
  • Du bist an der Unternehmensphilosophie interessiert
  • Du machst Dir Gedanken

Aus den Reaktionen auf Deine Fragen, kannst Du selbst auch viele Schlüsse über das Unternehmen und die Angestellten ziehen.

Eventuell offenbart sich Dir sogar, dass das Unternehmen sich nicht mit Deinen Wertvorstellungen vereinbaren lässt.

Vielleicht ist der Job in genau dieser einen Firma nicht das, was Du Dir erhofft hast.

Überkommst Du die Umstände, und nimmst Dir zu kommst Du durch gezieltes Fragen schneller aus der Arbeitslosigkeit und hebst Dein Leben auf ein neues Level.

In Deiner zukünftigen Festanstellung wird es Dir genauso nützlich sein.

Egal in welcher Branche Du arbeiten wirst, Du wirst ständig in Situationen geraten, in denen Du die Hilfe von einem Arbeitskollegen oder Deinem Vorgesetzten in Anspruch nehmen musst.

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Wie leicht ist es für Dich, jemand um Hilfe zu fragen?

Wie übst Du Dich darin?

Vermeidest Du es, wo es nur geht, oder bittest Du immer umgehend um Hilfe?

Wie ist Deine Erfahrung mit Fragen? Wursest Du immer eher Schroff abgewiesen, oder war man Dir immer freundlich gestimmt?

Lass mich Deine Meinung zum heutigen Thema in den Kommentaren unterhalb des Artikels wissen!

Wie jedes mal, freue ich mich auch heute wieder über den Diskurs mit euch!

-Daniel

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Dieser Artikel ist von Amanda Palmers Buch „The Art of Asking: Wie ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und lernte, mir helfen zu lassen“ inspiriert.

Dieser Artikel beinhaltet Affiliate-Links zu Amazon.

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About the Author:

Zwischen 2008 - 2015 gesamt drei Jahre arbeitslos gewesen. Zweifacher Auslandsösterreicher, arbeite momentan für Apple. 69 KG abgenommen, erweitere autodidaktisch ständig mein Wissen. Folge mir auf facebook: http://www.facebook.com/wewillworkat oder auf twitter: http://www.twitter.com/dmulec

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