Plane deinen Arbeitslosentag!

Als ich im Jahr 2013 nach meinem Job bei Aeria Games in Berlin zurückgekommen bin, hatte ich das Glück, bei Marlene Eibel im BFI Mureck den JobFit Kurs zu besuchen.

Während das JobFit ein Kurs ist, der einem vom AMS aufgezwungen wird, unter der Führung von Marlene hatte der Kurs aber den Vorteil, dass eine der ersten Fragen ist, wer die Arbeitssuche denn als seinen momentanen Job betrachtet.

Wer von den Kursteilnehmern denn wirklich so viel Zeit in die Suche investiert, wie man ansonsten in eine Arbeitsstelle steckt.

Denn die Mentalität die man haben muss ist genau die:

Bis man eine neue Vollzeitanstellung hat ist die Arbeitslosigkeit dein neuer Job.

Willkommen im Business.

Du brauchst einen festen Tagesablauf

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Vom einen Tag auf den anderen plötzlich arbeitslos zu sein ist eine radikale Umstellung, die dir, wenn du es nicht richtig angehst, viel mentale Energie rauben wird.

Du hast noch nie einen Tagesablauf gemacht?

Dein Tagesablauf im Job war immer von der Firma, Familie, Freunden und Spontanität bestimmt?

Wenn du ohne einen Plan durch den Tag läufst, wird es dir die ersten zwei Wochen sicherlich sehr angenehm vorkommen, wie ein Urlaub. Dein Bett wird beginnen, einen magischen Bann auf dich zu ziehen und du wirst ohne Wecker schlafen wollen.

Danach geht es aber nur noch bergab. Deswegen reden wir heute darüber, wie man den „Arbeitslosentag“ richtig plant, um während der Arbeitslosigkeit so produktiv wie möglich zu sein.

Alles was du dazu brauchst

Deinen Alltag gestalten

Erste Schritte

Bevor du dir deinen “Arbeits(losen)tag” gestaltest solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Wie viele Bewerbungen möchte ich am Ende des Tages verschickt haben?
  • Wie viele Antworten möchte ich am Ende des Tages auf meine Bewerbungen erhalten haben?
  • Was möchte ich heute Abend gelernt haben?
  • Was möchte ich bis zum Rest des Tages sonst erledigt haben?

Sobald du dir über die Antworten zu diesen Fragen im klaren bist, musst du dich fragen, ob du ein digitaler oder analoger Typ bist.

Von Analogen, Digitalen und Hybriden

Wenn es um Produktivität geht, gibt es drei Arten an Menschen:

  • Analog: Menschen, die mit Stift und Papier weitaus produktiver und konsequenter arbeiten können
  • Digital: Die Menschen, die mit Tastatur und Bildschirm weitaus besser agieren.
  • Hybrid: Der Typus, der manche organisatorische Tätigkeiten in digitalen Medien besser umsetzt, und andere wiederum mit Stift und Papier meistert.

Der analoge Typ

Du weißt zwar wie man den PC benutzt, erlernst flink den Umgang mit Programmen wie Evernote, Wunderlist etc. aber es fühlt sich für dich einfach nicht richtig an. Ein Notizbuch bzw. Notizblock und ein Schreibutensil in der Hand fühlen sich einfach angenehmer für dich an.

Du bist der bevorzugt analoge Typ.

Als Profi mit Stift und Papier, solltest du dir als allererstes einen Wandkalender besorgen.

Ein Wandkalender ist groß genug um alle wichtigen Termine des Monats (Vorstellungsgespräche, Geburtstage, Arbeitsamtsbesuche usw.) in einem Stück nieder zu schreiben, um so schon mal im Vorhinein einen Überblick darüber zu erhalten, was dieses Monat alles so ansteht.

Je länger im Voraus du es machst, desto besser, mindestens einmal pro Monat sollte man jedoch den Kalender aktualisieren. Je mehr du auf einmal erledigst, desto besser für deine Produktivität.

Im Prinzip der Stapelverarbeitung (Batch Processing), wie ein Computer es macht, schaffst du es  in kurzer Zeit vieles zu erledigen, was sonst jeden Tag immer als Kleinigkeit erledigt werden müsste.

Hast du Termine und sonstige wichtige Ereignisse für das kommende Monat in deinem Wandkalender eingetragen, ist es an der Zeit den Tagesplan vorzunehmen.

Überlege dir, welche Aufgaben du täglich durchführst. Jobs suchen, Bewerbungen schreiben, Kochen & Essen, Fortbildung, Meditation kannst du in deinem Kalender von Montag – Sonntag in jedem Tag eintragen.

Nachdem es dein momentaner Vollzeitjob ist, eine neue Festanstellung zu finden, solltest du bei diesen Aktivitäten natürlich der Arbeitssuche und Bewerbungen zu schreiben am meisten Zeitraum geben, und alle anderen täglichen Gegebenheiten darum herum.

Zum Beispiel: Arbeitssuche in verschiedensten Jobportalen von 9 – 12 Uhr (mit paar Minuten Pause jede Stunde), Bewerbungen verfassen von 13 – 17 Uhr.

Wenn du ein Morgenmensch bist, kannst du Dinge wie Meditation, Workouts und Frühstück vor die Arbeitssuche setzen, Fortbildung nach den Bewerbungen und je nachdem was du außerhalb eines neuen Jobs zu finden sonst erreichen willst, deine anderen täglichen Betätigungen drumherum bauen.

Tätigkeiten die du nicht jeden Tag machst, aber dennoch in einem regelmäßigen Rhythmus, wie zum Beispiel Krafttraining, Yoga oder Rasenmähen kannst du ebenfalls in den Tagen des Monats eintragen, an denen du sie erledigen willst.

Zum Beispiel: jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 8 – 9 Uhr Krafttraining, Jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 8 – 9 Uhr Yoga, Jeden Samstag von 14 – 15 Uhr Rasenmähen.

Der Digitale Typ

Du verstehst die Konzepte hinter den analogen Organisationsmöglichkeiten, aber du fühlst dich zu langsam mit Stift und Papier. Mit Tastatur und Bildschirm, oder Touchscreen Tastatur am Handy findest du dich schneller zurecht.

Apps zu nutzen ist für dich eine größere Gewohnheit als in einem Notizbuch nachzuschlagen oder einen Wandkalender auf laufendem Stand zu halten.

Du bist der bevorzugt digital Produktive Typ.

Als jemand der sich digital kompetenter fühlt als im analogen Umfeld ist es für dich wichtig, die richtige Auswahl an Apps zu nutzen. Apps die dir dabei helfen, deinen Tag zu organisieren gibt es vom Android Handy, über den Windows Laptop hin zur Pebble Smart Watch in tausenden Ausgaben.

Viele dieser Apps sind so fantastisch, was Funktionsvielfalt und Design betrifft, dass es in den meisten Fällen nur eine Geschmackssache ist, sich für ein Programm zu entscheiden.

Deswegen empfehle ich euch anbei Programme die ich selbst nutze oder genutzt habe.

Kalender

Google Calendar

Google Calendar ist wohl der digitale Kalender schlechthin.

Verfügbar auf jedem erdenklichen Gerät, ist Google Calendar für viele Menschen sogar unbewusst ihr Standardkalender auf dem Handy, Tablet oder Computer.

Das Programm bietet dir unendliche Möglichkeiten an, Einträge im System zu verwalten. Jeder Eintrag wird als Termin gespeichert und du hast die Möglichkeit diese zu gruppieren, regelmäßig wiederholen zu lassen (ich habe seit 2013 in diesem Programm z.B. einen Eintrag für einen Friseurtermin der sich jeden letzten Donnerstag im Monat wiederholt), wenn du mal einen vollgepackten Tag hast kannst du sogar Einträge herausfiltern.

Die kommende Woche reist du Montag – Freitag von Graz nach Wien und Linz hin und her da du jeden Tag in den verschiedenen Städten Vorstellungstermine hast, und du bist dir nicht mehr sicher an welchen der Tage du in Wien sein sollst?

Einträge kannst du nach den verschiedensten Bedingungen filtern:

  • Ort
  • Uhrzeit
  • Datum
  • Name
  • Teilnehmer
  • uvm.

Wenn z.B. eine Firma von der du zum Vorstellungstermin eingeladen wirst Google Calendar dafür nutzt, kann man dich auch direkt über die App dazu einladen und du kannst deine Verfügbarkeit anzeigen lassen (Verfügbar, Beschäftigt etc.)

Da die Software auf wirklich allen Geräten verfügbar ist, kannst du Google Calendar online als auch offline nutzen. Jedoch verlangt das Programm, dass du ein Google Konto dafür nutzt, egal ob im Offline- oder Online-Modus.

Outlook.com

Microsofts Klassiker wenn es um E-Mail und Organisation geht ist auch im Jahr 2016 Topaktuell und besonders in der Businesswelt beliebt. Vom Blickwinkel der Features betrachtet ist es identisch mit Google Calendar, aber der Kalender unterscheidet sich vom Google Pendant durch die Microsoft’sche Designsprache „Metro“.

ToDo-Listen

Während man als Offline-Mensch nur ein Notizbuch und Stift braucht, um effiziente To-Do-Listen zu gestalten, gibt es auch im elektronischen Bereich mittlerweile eine massive Ansammlung an Apps die mit verschiedenen Ansätzen versuchen, das bestmögliche To-Do-Erlebnis zu bieten.

Wunderlist

Wunderlist, aus dem schönen Berlin ist im Laufe der letzten Jahre zum Vorzeigekind für To-Do-List Applikationen geworden. Basierend auf dem „Getting Things Done„-Prinzip von David Allen, ist es eine der beliebtesten Apps zum managen von täglichen Aufgaben und dem hinterlegen von Notizen.

Ähnlich wie in Evernote, können Aufgaben auf verschiedenste Weisen sortiert werden:

  • Kontext (z.B. Hashtags)
  • Datum
  • Kategorie

uvm.

Wie die oberhalb beschriebenen Kalenderapps, ist Wunderlist vom Prinzip her kostenfrei, aber es gibt auch eine kostenpflichtiges Abonnements welches Funktionen bietet, die in der Gratis-Version fehlen. Für € 4.49 pro Monat kann man das Abo nutzen.

Notizbücher

Evernote

Als ich das erste Mal von Evernote gehört habe, wurde es mir einfach als „digitales Notizbuch“ beschrieben. Da stellte ich im Gegenzug die Frage, „Ok, warum soll ich dann nicht einfach Microsoft Word oder Notepad verwenden?“. „Digitales Notizbuch“ ist definitiv auch die einfachste Beschreibung des Programms, wird ihm aber nicht gerecht.

Evernote ist so viel mehr.

Meine einfachste Bezeichnung für Evernote wäre Digitaler Projektordner. Während das Grundprinzip ist, Notizen zu erstellen, kannst du in dem Programm aber alle erdenklichen Inhalte abspeichern.

Da Evernote als ein Projektordner fungiert, kann man auf einfachste Weise jederzeit auf allen Geräten Notizen und Listen erstellen, mit Browsererweiterungen Webseiten, Blogartikel, Bilder, YouTube Videos usw. in dem Programm abspeichern.

So lässt sich Evernote auch wunderbar nutzen, um den Prozess der Jobsuche, Bewerbungen zu organisieren und deinen Überblick über all die Bewerbungen zu behalten die noch nicht mit einer Zusage oder Absage abgeschlossen sind.

Wie Wunderlist, ist Evernote in der Gratisversion auch eingeschränkt (bei diesem Programm im dem Fall die Offlinefunktionalität), aber die Premiumversion kann man schon ab € 9.99 pro Monat nutzen.

Google Keep

Googles Alternative zu Evernote. Im Gegensatz zu Evernote komplett kostenlos, aber in der jetzigen Version sind in Keep noch sehr viele Funktionen ausständig die Evernote schon seit Jahren zur Verfügung hat. Wenn man generell Tief in der Google Welt verwurzelt ist, ist es natürlich praktischer, Keep anstatt Evernote zu nutzen, da es früher oder später im Funktionsstand aufholen wird.

Notepad

Der Klassiker von Microsoft. Seit drei Jahrzehnten auf jedem Windows Rechner vorinstalliert, wird es jederzeit genutzt um kurze Notizen für Erinnerungen hineinzuspeichern und am Desktop abzuspeichern.

Gib es zu, wenn du in der Vergangenheit schon Notepad genutzt hast, hast du deine .txt Dateien immer am Desktop gespeichert 😉

Nachteil an dem Programm ist jedoch, mehr kann es leider nicht. Man kann nur Textdateien ohne Formatierung erstellen und speichern, weswegen es für kurzfristige Notizen sehr gut ist, da die Verwendung narrensicher abläuft, aber um den Tagesablauf und den Prozess der Arbeitssuche zu organisieren, eignet es sich nicht.

Der Hybrid

Manche Tätigkeiten machst du bevorzugt mit Stift und Papier, aber andere sind für dich mit Apps schneller und einfacher zu erledigen. Du bist ein Hybrid.

Weißt du was? Ich auch.

Als ich 2008 in die Arbeitswelt eingestiegen bin war ich ein reiner digitaler Typ, und das hat sich bis 2013 so gehalten. In gewissen Aspekten war es für mich etwas umständlich, für alles ein Programm zu öffnen, aber ich war der festen Überzeugung dass ich persönlich auf diese Weise schneller bin als wenn ich einen Stift und Papier nutze.

Mittlerweile hat sich das für mich so weit geändert, dass ich wenn es um kreatives oder um retrospektive Notizen geht, ich einen guten Stift und ein gutes Notizbuch nutze.

Das heißt, als ich Arbeitslos war sah es bei mir so aus:

Mit Google Calendar habe ich all meine Aktivitäten und Pläne stets auf dem laufenden Stand gehalten. Vorstellungsgespräche, AMS-Termine, alles erdenkliche was dem Kalender würdig ist habe ich darin hinterlegt.

In Evernote habe ich alle relevanten Jobausschreibungen gespeichert, wie auch Entwürfe für meine Bewerbungen.

Da man das eigene Evernote-Konto auch e-mailen kann, habe ich beim ausschicken von Bewerbungen mich selbst in den CC gesetzt, damit ich nicht den Überblick darüber verliere, welche Firma noch gar nicht geantwortet hat, welche mich zum Vorstellungstermin eingeladen hat und wer mir seit dem Vorstellungstermin noch kein Feedback übermittelt hat.

Als ich während der Arbeitslosigkeit in der Ausbildung zum Fitness Trainer war, hat es generell nochmal etwas anders ausgesehen, denn die Kursmaterialien habe ich mir alle auf Papier besorgt und alles per Hand mitgeschrieben.

Wenn es ums Lernen geht habe ich den größten Lerneffekt, wenn ich Informationen mitschreibe.

Seit der Arbeitslosigkeit hat sich meine Nutzung von Evernote sehr geändert, ich nutze es noch immer um mein Leben zu managen, aber nicht mehr bezogen auf die Jobsuche.

Seit September 2015 schreibe ich auch ein Dankbarkeitstagebuch, welches ich mit einem Kugelschreiber in einem Notizbuch führe. Ich wünsche mir, dass ich dieses schon während der Arbeitslosigkeit geführt hätte.

Tägliche Zielsetzung

Da dein Tag wie ein Arbeitstag gestaltet sein soll, ist es am sinnvollsten wenn du dir jeden Tag am Morgen Ziele für den jeweiligen Tag setzt, was du heute erreichen willst.

Ziele zu setzen ist in der Theorie simpel, aber in der Praxis benötigt es Übung, denn man bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Forderung und Überforderung.

Ziele müssen dich fordern

Ziele sind so individuell wie jeder einzelne WeWillWork Leser, weswegen ich dir leider keine direkte Schritt für Schritt-Anleitung anbieten kann, aber Richtlinien die du ganz deinen Umständen anpassen kannst.

  • Deine Ziele müssen deiner Karriere förderlich sein
    • Ganz klar, schließlich willst du ja wieder zurück in die Arbeitswelt
      • Deswegen wäre z.B. alle 10 Folgen von Alpha House Staffel 2 auf Amazon zu schauen kein adäquates Ziel
  • Setze deine Ziele schrittweise
    • Wenn du dir gleich beim ersten Mal ein Ziel setzt, bei dem du merkst dass es für dich viel zu hoch angesetzt ist, wirkt das sehr demotivierend.
    • Im Gegensatz dazu, wenn du deine Zielsetzung vorsichtiger betreibst, und dich mehrmals überbietest, motivierst du dich selbst und findest so innerhalb weniger Tage heraus, wo bei dir der Grat zwischen Forderung und Überforderung liegt

Sie dürfen nicht aufhören, dich zu fordern

Nachdem du herausgefunden hast wo deine Grenzen liegen kann es dir passieren dass deine täglichen Ziele immer weniger fordernd werden. Wenn es so weit ist, erhöhe die Intensität deiner Ziele wieder einen Schritt, bis du dich wieder selbst forderst. Nur so garantierst du eine ständige Weiterentwicklung deiner Selbst.

Vergiss nicht auf die Entspannung

Deine Tagesplanung muss darauf optimiert sein, schnellstmöglich wieder einen Job zu finden, jedoch ist es dabei auch wichtig, sich richtig zu entspannen.

Wenn du dir keine Zeit nimmst, um dich zu entspannen wirst du früher oder später in einem Zyklus des Burnouts während der Arbeitslosigkeit landen, was dich noch weiter in den Teufelskreis der Langzeitarbeitslosigkeit stößt.

Meditation

Meditation ist definitiv das beste Mittel zur aktiven Relaxation in der Arbeitslosigkeit. Zum einen entspannst du dich bei dem Prozess des meditierens, du baust bewusst Streß ab und zum anderen trainierst du dir die Fähigkeit an, Fokus zu halten, wodurch du viel länger produktiv auf eine Aufgabe konzentriert arbeiten kannst.

Mir tut es sehr leid, dass ich erst nach der Arbeitslosigkeit damit angefangen habe.

Im Dezember habe ich einen detaillierten Artikel mit einer Anleitung dazu veröffentlicht, warum, weshalb und wie jeder Arbeitslose meditieren sollte.

Yoga

Yoga ist eine weitere tolle Möglichkeit zum geistigen entspannen, aber auch um sich zeitgleich körperlich zu fordern. Yoga vereint meditative Atemübungen mit Dehnungs- und Stärkungsübungen für den Körper.

Mindestens die Streckungsübungen aus den Yoga Einheiten sollte man jeden Tag nach oder zwischen Bewerbungen machen, um sicher zu gehen dass man sich nicht zu sehr verspannt und deswegen zu unbeweglich wird.

Zu Yoga gibt es mittlerweile unzählige, hervorragende kostenlose Ressourcen im Internet.

Zum Beispiel der YouTube Kanal Yoga With Adriene ist mein Lieblingskanal wenn es um Yoga geht, denn Adriene ist eine ausgezeichnete Lehrerin. Im deutschsprachigen Bereich finde ich den Blog der Damen von Fuck Lucky Go Happy toll.

Laufen

Laufen ist nicht nur eine tolle Möglichkeit um nach den Feiertagen etwas Gewicht zu verlieren, sondern auch um dank den Endorphinen, die sich im Körper nach dem Lauf verbreiten, sehr gut dem Streß vorzubeugen.

Wer etwas geübt ist lernt auch, Laufen als aktive Meditation zu nutzen. Jeder getätigte Schritt wird ein Fokuspunkt, der einen in Trance versetzen kann.

Wie in der Jobsuche, kannst du dir auch als Läufer fordernde Ziele stecken. Mit Programmen wie runtastic kannst du deine Fortschritte am Handy festhalten, mit deinen Freunden auf facebook und co. teilen und dich über soziale Netzwerke anfeuern lassen (wenn dein facebook Freund bei deinem Live Run Gefällt mir drückt hörst du einen Applaus in der App)

Außerdem ist Laufen auch ein natürliches Mittel zum sozialisieren, denn du lernst beim Laufen stets neue Leute kennen und kannst es bei Vorstellungsgesprächen als gutes Mittel zum Small Talk nutzen.

Carina von Travel Run Play hat einen sehr guten Artikel mit weiteren Gründen dazu geschrieben, warum du heute noch zum laufen anfangen solltest 🙂

Geh einfach raus

Abschließend, genauso wichtig wie Meditation aber noch simpler: Nimm dir Zeit um aus dem Haus raus zu gehen!

Den ganzen Tag drin im Haus zu verbringen trägt nur dazu bei, dich weiter in die Arbeitslosendepression zu ziehen. Der Mensch ist darauf ausgelegt, den Großteil des Tages draußen in der Sonne zu verbringen. Egal ob Sommer oder Winter, Frühling oder Herbst, geh raus und spaziere für 20  – 30 Minuten jeden Tag, du wirst schnell merken wie sehr sich deine Stimmung zum positiven ändert.

Egal ob du nur so spazierst, das Haus verlässt um Freunde zu treffen oder um alltägliches wie den Einkauf zu erledigen, das wichtige daran ist einfach dass du generell draußen bist.

Beispiel für den Tagesablauf meiner Arbeitslosigkeit (relativ monoton):

08:00 – 08:10 Aufstehen
08:10 – 09:10 Workout (Ausdauer oder Kraft)
09:10 – 09:40 Frühstück
09:40 – 12:00 Jobsuche (mit wenigen Minuten Pause jede Stunde)
12:00 – 13:00 Kochen & mit meiner Verlobten Mittagessen
13:00 – 17:30 Bewerbungen verfassen & abschicken
17:30 – 18:30 Kochen & mit meiner Verlobten Abendessen
18:30 – 19:30 Fortbildung
19:30 – 21:00 Freunde treffen
21:00 – 22:00 TV Serien
22:00 – 22:30 Ihr einen Roman vorlesen

Wie in anderen Artikeln auf WeWillWork bereits beschrieben, habe ich meine Arbeitslosigkeit so betrachtet wie Selbstständige ihre Projekte sehen. Sich „zur Ruhe“ setzen kann man erst wenn die Arbeitslosigkeit vorbei ist.

Sieben Tage die Woche hat mein Zeitplan so ausgesehen.

Der beste Zeitplan war es sicherlich nicht, den einen oder anderen Punkt hätte man optimieren können. Für meine Arbeitslosigkeit war er geeignet.

Denn was euch hoffentlich heraussticht, ist dass ich jeden Tag bis zu einen ganzen Arbeitstag (bis zu 8 Stunden) in Jobsuche & Bewerbungen investiert habe.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Mit seltenen Ausnahmen hat mein Arbeitslosentag fast immer so ausgesehen. Wenn ich wusste dass ein Termin dazwischen kommt, habe ich die Tagesplanung dementsprechend im Voraus angepasst.

Natürlich ist auch solch eine Vorausplanung nicht hunderprozentig möglich, denn man weiß nie was auf einen zukommt.

Wenn ein Tag wirklich mal komplett chaotisch ist, und nichts so läuft wie man es ursprünglich geplant hat, pfeiff drauf.

Einmal seinen Tagesplan nicht einzuhalten ist kein Problem, mach einfach am nächsten Tag weiter, sobald dein Tag wieder geordnet ist.

 

Planst du deine Arbeitslosentage im Voraus, so wie einen Arbeitstag?

Wenn nicht, warum nicht? Fängst du nun damit an?

Was hätte ich damals während meiner eigenen Arbeitslosigkeit an meiner Tagesplanung besser machen können?

Ich bin auf eure Meinung zum heutigen Artikel in den Kommentaren gespannt!

-Daniel

 

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By | 2016-12-22T15:15:53+00:00 Januar 29th, 2016|Arbeitslosigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit, Produktivität|3 Comments

About the Author:

Zwischen 2008 - 2015 gesamt drei Jahre arbeitslos gewesen. Zweifacher Auslandsösterreicher, arbeite momentan für Apple. 69 KG abgenommen, erweitere autodidaktisch ständig mein Wissen. Folge mir auf facebook: http://www.facebook.com/wewillworkat oder auf twitter: http://www.twitter.com/dmulec

3 Kommentare

  1. […] Sie sind arbeitswütig […]

  2. […] der Jobsuche hast Du täglich 16 Stunden zur Verfügung, die Du in Dich selbst investieren kannst. Du kannst Dich weiterbilden, Dich mit […]

  3. […] Ihren Lebensstil […]

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